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Aktuelles

Otto Bock

www.ottobock.de

Genium

wir sind zertifizierte Therapeuten für das Genium und geschult im Anwendertraining.



Neue Regelung außerhalb des Heilmittelbudgets des Arztes:

Niedergelassenen Ärzten steht ein Budget für Heilmittel (Therapie) und ein Budget für Medikamente zu, die sie für ihre Patienten verordnen können. Diese Budgets variieren nach Facharzt und Bundesland. Bestimmte Heilmittelverordnungen fallen nicht ins Budget. Das wurde bisher von jeder Kassenärztlichen Vereinigung in jedem Bundesland unterschiedlich festgelegt.

Seit Januar 2013 gelten bundeseinheiltliche Regelungen für Ausnahmen, die sogenannten "Praxisbesonderheiten". Das sind Patienten mit bestimmten Diagnosegruppen, die nicht ins Buget fallen und nicht Gegenstand der Wirtschaftlichkeitsprüfung nach § 106 SGB V sind.

Der Arzt hat jetzt zwei Möglichkeiten, dass Verordnungen von Heilmitteln nicht ins Budget fallen.

 www.heilmittel-regress.de

1. Praxisbesonderheiten:

Einige Diagnosegruppen gelten ab sofort als "Praxisbesonderheiten", wenn die Verordnung mit einem ICD-10 Code versehen ist und eine dazu passende Diagnosegruppe/Indikationsschlüssel enthält. Die Kassenärztliche Vereinigung hat dazu eine Diagnoseliste erstellt z.B. ohne zeitliche Begrenzung:

Hinzu kommen Patienten mit Diagnosen, die nur ein halbes oder ein ganzes Jahr extrabudgetär verordnet werden können.

Wichtig ist jetzt, dass der ICD-10 Code zur Diagnose angegeben wird.

Dann fällt die Verordnung automatisch als "Praxisbesonderheiten" nicht in das Heilmittelbudget des Arztes. Die betreffende Diagnoseliste finden Sie unter:
www.kvberlin.de

2. Langfristiger Heilmittelbedarf:

Patienten können bei ihrer Krankenkasse einen Antrag auf Genehmigung von langfristigen Heilmittelbedarf stellen.

 

Wie kann man die Genehmigung einer langfristigen Heilmittelbehandlung erhalten?

a) Bei Krankenkassen ohne individuelles Genehmigungsverfahren: Stellt ein Vertragsarzt einen langfristigen Heilmittelbedarf mit den gelisteten Diagnosegruppen fest und  die Heilmitteltherapie  kann unmittelbar beginnen.

Ein Antrag auf Genehmigung einer langfristigen Heilmittelbehandlung ist nicht erforderlich.

b) Krankenkassen mit individuellen Genehmigungsverfahren: Nach Feststellung des langfristigen Heilmittelbedarfs durch einen Vertragsarzt und der gelisteten Diagnosegruppe kann eine Genehmigung bei der Kasse beantragt werden.

c) Antragsverfahren im Einzelfall bei nicht gelisteten Diagnosen: Eine Genehmigung kommt in Betracht, wenn Schwere und Dauerhaftigkeit der Schädigung mit den in der Anlage aufgeführten Diagnosen vergleichbar ist.

Die Heilmittelverordnungen müssen wie bisher vom Vertragsarzt ausgestellt werden.